Kontakt

Prof. Dr.-Ing. habil. Sven Grundmann

Oskar-Kellner-Institut (OKI) / Raum 115
Justus-von-Liebig-Weg 2
18059 Rostock

Fon  +49 (0) 381 498 - 9310
Fax  +49 (0) 381 498 - 9312
sven.grundmannuni-rostockde


Studentische Arbeiten

Hinweise zum Lehrbetrieb

Ab 20. April 2020 startet das Semester in Form des Distance Learning. Wir erarbeiten für Sie zur Zeit Angebote für die Online-Lehre.

Alle Gebäude der Universität Rostock und ihrer Einrichtungen wie die Universitätsbibliothek Rostock, das IT- und Medienzentrum oder das Sprachenzentrum bleiben auch über den Start des Online-Semesters am 20. April 2020 hinaus bis auf Weiteres für Studierende geschlossen. Nutzen Sie für Ihr Studium unsere Online-Angebote.

Nutzen Sie das Studierendenportal (Aktuelle Informationen zum Umgang mit dem Coronavirus).
Bitte prüfen Sie auch regelmäßig den Posteingang Ihrer Universitäts-Mailadresse.

Informationen zu

Bachelorarbeit

Im Sommer- und Wintersemester

(ab 6. Semester B.Sc.)

Lern- und Qualifikationsziele (Kompetenzen)

Die Studierenden weisen nach, dass sie fähig sind, innerhalb einer vorgegebenen Frist eine bestimmte Aufgabe unter Anleitung selbständig und erfolgreich zu bearbeiten und wissenschaftlich begründet theoretische und praktische Kenntnisse zur Lösung eines Problems beizutragen.

Lehrinhalt

Die Aufgabenstellung kann sowohl praktischer als auch theoretischer Natur sein. Sie soll dem fortgeschrittenen Wissensstand in der Fachdisziplin entsprechen und in der Regel die im Berufsleben auftretenden Problemstellungen behandeln. Die Abschlussprüfung besteht aus der schriftlichen Bachelorarbeit, die gegebenenfalls auch Hardware- und/oder Software-Komponenten sowie experimentelle Aufgaben enthält, und dem Kolloquium.

Zuordnung zu Curricula

  • Bachelor Maschinenbau, Pflichtmodul im 6. Semester

Empfohlene Teilnahmevoraussetzung

Kenntnisse entsprechend der Module:

  • Grundlagen der Strömungsmechanik
  • Aerodynamik und Hydrodynamik (Strömungsphysik)
  • Angewandte Strömungssimulation (Strömungstechnechnische Entwurfs- und Simulationsverfahren)

Dauer, Termin und Prüfungsleistung sowie Arbeitsaufwand für Studierende

Dauer ein Semester  
Termin jedes Semester  
Prüfungsvorleistung keine  
1. Prüfungsleistung Abschlussarbeit 16 Wochen
2. Prüfungsleistung Kolloquium:
• Vortrag
• Diskussion

20 Minuten
30 Minuten
     
Gesamtarbeitsaufwand 450 Stunden 15 Leistungspunkte
davon    
Konsultationen 0,5 Semesterwochenstunden  
Abschlussarbeit 16 Wochen  
Studienarbeit (M.Sc.)

Im Sommer- und Wintersemester

(3. Semester M.Sc.)

Lern- und Qualifikationsziele (Kompetenzen)

Die Studierenden weisen nach, dass sie fähig sind, innerhalb einer vorgegebenen Frist eine bestimmte Aufgabe unter Anleitung selbständig und erfolgreich zu bearbeiten und wissenschaftlich begründet theoretische und praktische Kenntnisse zur Lösung eines Problems beitragen können.

Lehrinhalt

Die Studierenden erwerben in einer ersten umfangreichen wissenschaftlichen Arbeit die Kompetenz, eine in sich geschlossene, ggf. auch fachgebietsübergreifende ingenieurwissenschaftliche Aufgabe unter Anleitung selbständig zu bearbeiten. Die Studierenden weisen nach, dass sie befähigt sind, die Aufgabenstellung, den Lösungsweg sowie die Ergebnisse ihrer Arbeit entsprechend geltender Standards und unter Verwendung des jeweiligen Fachvokabulars in hoher Qualität darzustellen, fachwissenschaftlich einzuordnen und kritisch zu reflektieren.

Zuordnung zu Curricula

  • Master Maschinenbau

Empfohlene Teilnahmevoraussetzung

Kenntnisse entsprechend der Module:

  • Grundlagen der Strömungsmechanik
  • Aerodynamik und Hydrodynamik (Strömungsphysik)
  • Angewandte Strömungssimulation (Strömungstechnechnische Entwurfs- und Simulationsverfahren)
  • Numerische Strömungsmeachnik (Numersiche Fluidmechanik)
  • Experimentelle Strömungsmechanik
  • Nichtnewtonsche Fluidmechanik

Dauer, Termin und Prüfungsleistung sowie Arbeitsaufwand für Studierende

Dauer ein Semester  
Termin jedes Semester  
Prüfungsvorleistung keine  
1. Prüfungsleistung Bericht/Dokumentation 450 Stunden
2. Prüfungsleistung Präsentation 15 Minuten
     
Gesamtarbeitsaufwand 540 Stunden 18 Leistungspunkte
davon    
Konsultationen 0,5 Semesterwochenstunden  
Bericht/Dokumentation 450 Stunden  
Masterarbeit

Im Sommer- und Wintersemester

(ab 4. Semester M.Sc.)

Lern- und Qualifikationsziele (Kompetenzen)

Die Studierenden weisen nach, dass sie fähig sind, innerhalb einer vorgegebenen Frist eine bestimmte Aufgabe unter Anleitung selbständig und erfolgreich zu bearbeiten und wissenschaftlich begründet theoretische und praktische Kenntnisse zur Lösung eines Problems beitragen können.

Lehrinhalt

Die Aufgabenstellung kann sowohl praktischer als auch theoretischer Natur sein. Sie soll dem fortgeschrittenen Wissensstand in der Fachdisziplin entsprechen und in der Regel die im Berufsleben auftretenden Problemstellungen behandeln. Die Master-Arbeit besteht aus der schriftlichen Arbeit (die gegebenenfalls auch Hardware- und/oder Software-Komponenten sowie experimentelle Aufgaben enthält) und dem Kolloquium.

Zuordnung zu Curricula

  • Master Maschinenbau

Empfohlene Teilnahmevoraussetzung

Kenntnisse entsprechend der Module:

  • Grundlagen der Strömungsmechanik
  • Aerodynamik und Hydrodynamik (Strömungsphysik)
  • Angewandte Strömungssimulation (Strömungstechnechnische Entwurfs- und Simulationsverfahren)
  • Numerische Strömungsmeachnik (Numersiche Fluidmechanik)
  • Experimentelle Strömungsmechanik
  • Nichtnewtonsche Fluidmechanik

Dauer, Termin und Prüfungsleistung sowie Arbeitsaufwand für Studierende

Dauer ein Semester  
Termin jedes Semester  
Prüfungsvorleistung keine  
1. Prüfungsleistung Abschlussarbeit 750 Stunden
2. Prüfungsleistung Kolloquium:
• Präsentation
• Disputation

20 Minuten
20 Minuten
     
Gesamtarbeitsaufwand 900 Stunden 30 Leistungspunkte
davon    
Konsultationen 0,5 Semesterwochenstunden  
Abschlussarbeit 750 Stunden  

Themen

Wir haben immer diverse Aufgaben für Ihre studentischen Arbeiten im Rahmen unserer Forschungsaktivitäten anzubieten. Nicht alle denkbaren Aufgabenstellungen sind konkret ausformuliert. Wenn Sie Interesse haben, sprechen Sie uns an und wir finden für Ihre persönlichen Interessen einen Aufgabenbereich für Sie. Sprechen Sie uns einfach an.

Für Ihre studentische Arbeiten bieten wir Ihnen beispielsweise folgende Themen zur Bearbeitung an:

Strömungsvisualisierung an patientenspezifischen, vaskulären Geometrien

Darstellung eines CAD-Modells eines patientenspezifischen Aneurysmas mit Implantat
Darstellung eines CAD-Modells eines patientenspezifischen Aneurysmas mit Implantat

Mithilfe der medizinischen Bildgebung können berührungslos Geometriedaten von Blutgefäßen unterschiedlicher pathologischer Anomalien gewonnen werden. Zur Identifikation der optimalen Behandlungsmethode oder der Auswahl des optimalen Implantats können im Voraus numerische Simulationen oder experimentelle Versuche an diesen Geometrien durchgeführt werden. Mithilfe der Analyse der ermittelten Strömungsvorgänge innerhalb der Gefäße können biomedizinische Vorgänge analysiert und vorhergesagt werden.
Konkret soll ein bereits bestehendes Modell eines Aneurysmas durchströmt und mittels der MRT-Technik strömungsmechanisch untersucht werden (MRV – magnetic resonance velocimetry). Außerdem sollen verschiedene generische Implantate konstruiert und deren Einfluss auf die Strömungsvorgänge innerhalb des Aneurysmas analysiert werden.
Studentische Arbeiten zu diesem Thema befassen sich mit der Recherche zu den Zusammenhängen von Strömungseffekten und den biomedizinischen Vorgängen in vaskulären Gefäßstrukturen, der Konstruktion generischer Implantate und der Durchführung und Analyse von MRV Messungen sowie dem Vergleich der Auswirkungen der verschiedenen Implantate.

 

Konstruktion eines modularen Prüfstandes für Turbinenschaufelkühlsysteme

Demonstration einer MRT-Untersuchung eines Turbinenschaufelkühlsystems. Die CAD-Geometrie (links) wird mittels Rapid-Prototyping gefertigt und anschließend im MRT gemessen. Das Strömungsfeld (rechts) soll bereits nach weniger als 5 Tagen vollständig ausgewertet sein.
Demonstration einer MRT-Untersuchung eines Turbinenschaufelkühlsystems. Die CAD-Geometrie (links) wird mittels Rapid-Prototyping gefertigt und anschließend im MRT gemessen. Das Strömungsfeld (rechts) soll bereits nach weniger als 5 Tagen vollständig ausgewertet sein.

In Kooperation mit dem Gasturbinenhersteller MAN soll untersucht werden, wie die MRT-Messtechnik in den Auslegungszyklus einer Gasturbine integriert werden kann. Üblicherweise werden die Strömungssysteme in der Gasturbine oder im Triebwerk ausschließlich über numerische Strömungssimulationen (CFD) ausgelegt. Da keine CFD-Methode fehlerfrei ist, müssen die Ergebnisse abschließend validiert werden. In der Regel geschieht dies über einen sehr zeitaufwendigen Systemtest am Ende der Auslegung. Im Vergleich zu den üblichen Messverfahren ist die MRT weitaus schneller und oft auch kostengünstiger. Die Idee des Projekts ist nun, dass MRT-Untersuchungen schon während der numerischen Auslegung durchgeführt werden um Zwischenergebnisse zu validieren. Als Anwendungsbeispiel dient das Kühlsystem der Turbinenschaufel. Ein beispielhafter Zyklus ist im Bild dargestellt.
Die studentischen Arbeiten zu diesem Thema konzentrieren sich auf die Konstruktion und Anfertigung eines modularen Prüfstandes für Turbinenschaufelkühlsysteme um effiziente MRT-Messungen zu ermöglichen.

Validierung von 3D-CFD-Simulationen mit MRT-Daten von Turbinenschaufelkühlsystemen

Demonstration einer MRT-Untersuchung eines Turbinenschaufelkühlsystems. Die CAD-Geometrie (links) wird mittels Rapid-Prototyping gefertigt und anschließend im MRT gemessen. Das Strömungsfeld (rechts) soll bereits nach weniger als 5 Tagen vollständig ausgewertet sein.
Demonstration einer MRT-Untersuchung eines Turbinenschaufelkühlsystems. Die CAD-Geometrie (links) wird mittels Rapid-Prototyping gefertigt und anschließend im MRT gemessen. Das Strömungsfeld (rechts) soll bereits nach weniger als 5 Tagen vollständig ausgewertet sein.

In Kooperation mit dem Gasturbinenhersteller MAN soll untersucht werden, wie die MRT-Messtechnik in den Auslegungszyklus einer Gasturbine integriert werden kann. Üblicherweise werden die Strömungssysteme in der Gasturbine oder im Triebwerk ausschließlich über numerische Strömungssimulationen (CFD) ausgelegt. Da keine CFD-Methode fehlerfrei ist, müssen die Ergebnisse abschließend validiert werden. In der Regel geschieht dies über einen sehr zeitaufwendigen Systemtest am Ende der Auslegung. Im Vergleich zu den üblichen Messverfahren ist die MRT weitaus schneller und oft auch kostengünstiger. Die Idee des Projekts ist nun, dass MRT-Untersuchungen schon während der numerischen Auslegung durchgeführt werden um Zwischenergebnisse zu validieren. Als Anwendungsbeispiel dient das Kühlsystem der Turbinenschaufel. Ein beispielhafter Zyklus ist im Bild dargestellt.
Die studentischen Arbeiten zu diesem Thema konzentrieren sich auf den qualitativen und quantitativen Vergleich zwischen MRT und CFD Datensätzen. Hierzu soll eine Auswerteroutine für den visuellen und mathematischen Vergleich von CFD und MRT Daten entwickelt werden.

MRT-Messungen der Durchströmung von Kernreaktormodellen für die Reaktorsicherheitsforschung

3D MRV-Messungen (unten) in einem Modell eines CANDU-Reaktors im Vergleich zur Soll-Geometrie (oben)
3D MRV-Messungen (unten) in einem Modell eines CANDU-Reaktors im Vergleich zur Soll-Geometrie (oben)

Im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms hat die Bundesregierung beschlossen, Forschungsvorhaben mit Bezug zur nuklearen Sicherheit zu fördern. Der Betrieb eines wassergekühlten Kernreaktors erfordert einen ausreichenden Sicherheitsabstand zum critical heat flux (CHF). Aufgrund der unvollständigen Kenntnis der thermohydraulischen Mechanismen sind experimentelle Untersuchungen zur Bestimmung des CHFs für jede spezifische Reaktorgeometrie und Randbedingung zwingend erforderlich. Zunehmend kommen auch CFD-Simulationen zum Einsatz, die jedoch eine Validierung der eingesetzten empirischen Modelle erfordern. Der hohe technische und finanzielle Aufwand solcher Untersuchung limitiert den Einsatz experimenteller Methoden häufig auf stark vereinfachte Modellsysteme. Hier bietet die MRV die die Möglichkeit solche Experimente mit einem vertretbaren Aufwand durchzuführen.
Zur Erfassung der Strömungsphänomene in Kernreaktormodellen müssen MRV Methoden ausgewählt werden, die speziell für hohe Strömungsgeschwindigkeiten und Turbulenzgrade optimiert sind. Die zu messenden Größen sind das zeitlich gemittelte Strömungsfeld, statistische Turbulenzgrößen (Reynolds’scher Spannungstensor) und verschiedene Methoden zur Erfassung von Mischungsvorgängen, z.B. über Konzentrationsmessungen und Temperaturfeldmessungen.
Die studentischen Arbeiten zu diesem Thema konzentrieren sich auf die Auswahl, Implementierung und Anwendung geeigneter MRV Methoden.

Konstruktion einer modularen Erweiterung eines Kernreaktormodells für die Reaktorsicherheitsforschung

3D MRV-Messungen (unten) in einem Modell eines CANDU-Reaktors im Vergleich zur Soll-Geometrie (oben)
3D MRV-Messungen (unten) in einem Modell eines CANDU-Reaktors im Vergleich zur Soll-Geometrie (oben)

Im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms hat die Bundesregierung beschlossen, Forschungsvorhaben mit Bezug zur nuklearen Sicherheit zu fördern. Der Betrieb eines wassergekühlten Kernreaktors erfordert einen ausreichenden Sicherheitsabstand zum critical heat flux (CHF). Aufgrund der unvollständigen Kenntnis der thermohydraulischen Mechanismen sind experimentelle Untersuchungen zur Bestimmung des CHFs für jede spezifische Reaktorgeometrie und Randbedingung zwingend erforderlich. Zunehmend kommen auch CFD-Simulationen zum Einsatz, die jedoch eine Validierung der eingesetzten empirischen Modelle erfordern. Der hohe technische und finanzielle Aufwand solcher Untersuchung limitiert den Einsatz experimenteller Methoden häufig auf stark vereinfachte Modellsysteme. Hier bietet die MRV die die Möglichkeit solche Experimente mit einem vertretbaren Aufwand durchzuführen.
Zur Erfassung der Strömungsphänomene in Kernreaktormodellen müssen MRV Methoden ausgewählt werden, die speziell für hohe Strömungsgeschwindigkeiten und Turbulenzgrade optimiert sind. Die zu messenden Größen sind das zeitlich gemittelte Strömungsfeld, statistische Turbulenzgrößen (Reynolds’scher Spannungstensor) und verschiedene Methoden zur Erfassung von Mischungsvorgängen, z.B. über Konzentrationsmessungen und Temperaturfeldmessungen.
Die studentischen Arbeiten zu diesem Thema konzentrieren sich auf die modulare Erweiterung eines bestehenden Prüfstandes zur Erzeugung kernreaktorähnlicher Strömungen.

MRT-Messungen von Strömungs- und Temperaturfeldern

3D Temperatur- und Geschwindigkeitsverteilung in einem Modell eines Kühlsystems
3D Temperatur- und Geschwindigkeitsverteilung in einem Modell eines Kühlsystems

Im Rahmen der Luftfahrtforschungsprogramms (LuFo) sollen MRT-Methoden für die Untersuchung von Kühlströmungen entwickelt werden. Eine potentielle Anwendung ist die Untersuchung von Turbinenschaufelkühlsystemen. Der Entwurfsprozess solcher Kühlsysteme beruht maßgeblich auf numerischen und empirischen Methoden. Experimentelle Verfahren zur Bestimmung des konvektiven Wärmetransportes werden nach heutigem Stand erst im späten Entwurfsprozess eingesetzt, da die üblichen Methoden mit einem hohen zeitlichen und finanziellen Aufwand verbunden sind. Im Vergleich können MRT-Messungen schnell und kostengünstig durchgeführt werden.
Das Ziel dieses Projekts ist es das Temperaturfeld und das Strömungsfeld in Kühlströmungen simultan zu messen. Geeignete MRT-Methoden wurden bereits für die medizinische Bildgebung entwickelt, jedoch müssen diese Methoden zunächst auf ihre Messgenauigkeit untersucht werden bevor sie für die Untersuchung von technischen Systemen angewendet werden können. Zur Validation der Methoden werden Testaufbauten benötigt, die sowohl eine Strömung als auch ein Temperaturgefälle bereitstellen.
Die studentischen Arbeiten zu diesem Thema konzentrieren sich auf die Recherche zu geeigneten MRT-Methoden, die Assistenz bei den MRT-Messungen und die Auswertung der Daten.

Konstruktion und Inbetriebnahme von Modellen für MRT-Messungen von Strömungs- und Temperaturfeldern

3D Temperatur- und Geschwindigkeitsverteilung in einem Modell eines Kühlsystems
3D Temperatur- und Geschwindigkeitsverteilung in einem Modell eines Kühlsystems

Im Rahmen der Luftfahrtforschungsprogramms (LuFo) sollen MRT-Methoden für die Untersuchung von Kühlströmungen entwickelt werden. Eine potentielle Anwendung ist die Untersuchung von Turbinenschaufelkühlsystemen. Der Entwurfsprozess solcher Kühlsysteme beruht maßgeblich auf numerischen und empirischen Methoden. Experimentelle Verfahren zur Bestimmung des konvektiven Wärmetransportes werden nach heutigem Stand erst im späten Entwurfsprozess eingesetzt, da die üblichen Methoden mit einem hohen zeitlichen und finanziellen Aufwand verbunden sind. Im Vergleich können MRT-Messungen schnell und kostengünstig durchgeführt werden.
Das Ziel dieses Projekts ist es das Temperaturfeld und das Strömungsfeld in Kühlströmungen simultan zu messen. Geeignete MRT-Methoden wurden bereits für die medizinische Bildgebung entwickelt, jedoch müssen diese Methoden zunächst auf ihre Messgenauigkeit untersucht werden bevor sie für die Untersuchung von technischen Systemen angewendet werden können. Zur Validation der Methoden werden Testaufbauten benötigt, die sowohl eine Strömung als auch ein Temperaturgefälle bereitstellen.
Die studentischen Arbeiten zu diesem Thema konzentrieren sich auf die Konstruktion und Inbetriebnahme dieser Modelle.

Von medizinischen Bilddaten zur Strömungsvisualisierung

Modell eines Blutgefäßes (Daten: PD Dr. med. André Kemmling)
Modell eines Blutgefäßes (Daten: PD Dr. med. André Kemmling)

Die studentische Arbeit befasst sich mit der Gewinnung der Geometriedaten aus Patientendaten, der Weiterverarbeitung der Daten in einem CAD Programm. Anschließend kann per Rapid Prototyping ein reales vergrößertes Modell hergestellt werden, welches mit im MRI Flow Lab gemessen und analysiert wird. Alternativ kann statt der Experimente eine strömungsmechanische Simulation in der erhaltenen Geometrie mit anschließender Analyse durchgeführt werden.

Aufgabenbereiche:

  • Konvertierung medizinischer Bilddaten in CAD Daten mithilfe einer Open-Source Software
  • Bearbeitung des CAD Modelles zur Vorbereitung von Computersimulationen
  • Bearbeitung des CAD Modelles zur Herstellung eines vergrößerten Modells
  • Simulationen oder MRT Messungen, je nach Wunsch
Weitere Informationen

Mithilfe der medizinischen Bildgebung können berührungslos Geometriedaten von Blutgefäßen unterschiedlicher pathologischer Anomalien gewonnen werden. Neben der visuellen Bewertung durch den Arzt kann die aus den Bilddaten auch ein Computermodell des Gefäßes gewonnen werden, welches im Anschluss für experimentelle oder numerische Untersuchungen verwendet werden kann.

Im neuen MRI Flow Lab des Lehrstuhles Strömungsmechanik werden in-vitro Untersuchungsmethoden für Blutströmungen entwickelt. Dabei werden Strömungen durch stark vergrößerte Modelle von Blutgefäßen mit Pathologien mit einem Kernspintomographen vermessen. Dafür ist die Verwendung eines speziellen Fluides nötig, um trotz der Vergrößerung dieselbe Strömung zu erhalten.

Die studentische Arbeit befasst sich mit der Gewinnung der Geometriedaten aus Patientendaten, der Weiterverarbeitung der Daten in einem CAD Programm. Anschließend kann per Rapid Prototyping ein reales vergrößertes Modell hergestellt werden, welches mit im MRI Flow Lab gemessen und analysiert wird. Alternativ kann statt der Experimente eine strömungsmechanische Simulation in der erhaltenen Geometrie mit anschließender Analyse durchgeführt werden.

Zu verwendende Software:

  • 3DSlicer für die Konvertierung medizinischer Bilddaten in CAD Daten
  • PTC Creo als CAD Programm
  • ggf. Ansys CFX zur Strömungssimulation

Experimente geschehen in enger Zusammenarbeit mit dem MRI Team des Lehrstuhles.

Kontakt: Dr. M . Brede

Instationäre Aerodynamik in einem Wasserschleppkanal

Tragflügelprofil im Schleppkanal
Tragflügelprofil im Schleppkanal

Hochpräzise Kraftmessungen durchführen zu können, gehört zu den Kernkompetenzen eines Wasserschleppkanals. Moderne Fragestellungen und präzisere Entwicklungsverfahren in der Aerodynamik und Hydrodynamik erfordern zusätzlich die Möglichkeit, instationäre Strömungseffekte untersuchen zu können. Dazu müssen u.a. zeitabhängige Kräfte gemessen werden können.

Aufbau, Erprobung und Validierung eines Low-Cost Unterwasser-PIV Systems

Laserlichtschnitt eines PIV-Systems am Schleppkanal
Laserlichtschnitt eines PIV-Systems am Schleppkanal

Eine Zusammenstellung geeigneter Hardware, sowie ein speziell angefertigtes Unterwassergehäuse liegen zum Beginn der Arbeit bereits vor. Die Arbeit beschäftigt sich mit der Zusammenführung von Hard- und Software der Kamerakomponenten zusammen mit den restlichen Komponenten eines PIV Systems. Es wird ein funktionstüchtiges PIV System mit Kamera, Laser und Lichtschnittoptik in der Schlepprinne des Lehrstuhls Strömungsmechanik aufgebaut und in Betrieb genommen. In Testmessungen soll das neu zusammengestellte Messsystem auf seine Leistungsfähigkeit und Anwendbarkeit für die Messaufgaben des Lehrstuhles hin untersucht werden.

Kontakt: Dr. A. Wolter

Flow Control mit fluidischen Oszillatoren an einem Schiffsrudermodell zur Auftriebssteigerung

  • Konstruktion des Versuchsaufbaus
  • Selbstständige Durchführung von Versuchen mit einzelnen fluidischen Oszillatoren und dem fertigen Ruder
  • Messung mit piezoelektrischen Kraftsensoren und Drucksensoren
  • Programmierung der Versuchsauswertung

Inbetriebnahme und Evaluation einer Messtrecke zur Reynoldsähnlichen Durchströmung vergrößerter Stentmodelle

Stiehm, M.; Brede, M.; Quosdorf, D.; Leder, A. (2013): On the creation of wall shear stress by helical flow structures in stented coronary vessels. BioNanoMaterials 14, pp. 109–115, doi: 10.1515/bnm-2013-0003
Stiehm, M.; Brede, M.; Quosdorf, D.; Leder, A. (2013): On the creation of wall shear stress by helical flow structures in stented coronary vessels. BioNanoMaterials 14, pp. 109–115, doi: 10.1515/bnm-2013-0003
  • Aufbau und Inbetriebnahme der Messtrecke
  • Aufnahme der Pumpenkennlinien für Wasser und Glyzerin
  • Auswertung von MRV-Geschwindigkeitsdaten aus der leeren Messstrecke
  • Auswertung von MRV-Geschwindigkeitsdaten aus einem skalierten Stentmodell
  • Vergleich mit vorhandenen numerischen und experimentellen Daten